Chronische Nierenkrankheiten und die Homöopathie

Die chronische Niereninsuffizienz (CNI) zeigt sich an mehreren Allgemeinsymptomen und der Gesundheitszustand verschlechtert sich meist in langsamen Schritten und vorerst unbemerkt, sodass der Katzenbesitzer erst Verdacht schöpft bzw. den Tierarzt aufsucht, wenn die Katze nicht mehr frisst oder sehr häufig erbricht. Die Nierenwerte sind dann oft schon stark erhöht und eine weitere Prognose ist fraglich.

Wenn mehrere der folgenden Symptome auftreten, sollten Sie sich an Ihren Tierarzt wenden:

  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Schlafbedürfnis
  • Fehlender Appetit
  • Gewichtsabnahme
  • Mundgeruch
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Austrocknung (eine hochgezogene Hautfalte bleibt in dieser Position und gleitet nicht wieder in die Ausgangslage zurück, die Augen sind eingefallen)

Durch eine Blutuntersuchung werden die Nierenwerte (z.B. Kreatinin, Harnstoff, Phosphor) bestimmt und die Diagnose kann gestellt und überwacht werden.

Eine Heilung der CNI ist leider nicht möglich. Durch Phosphatbinder und durchblutungsfördernde Medikamente sollte die Niere bei ihrer Arbeit etwas entlastet/unterstützt werden. Eine zusätzliche, begleitende biologische/homöopathische Behandlung kann in vielen Fällen die Symptome lindern, die Lebensqualität der Katze sehr verbessern und die Überlebenszeit z. T. deutlich verlängern. Um das richtige homöopathische Mittel für Ihre Katze zu finden, wird ein separater Gesprächstermin vereinbart, um mit einer individuellen Anamnese das persönliche homöopathische Konstitutionsmittel für die Katze zu finden, so kann man ihr helfen, ihr “inneres und äußeres Gleichgewicht” wieder zu erreichen und ihre eigenen Selbstheilungskräfte wieder zu mobilisieren. Zusätzlich werde ich ein homöopathisches Mittel empfehlen, das direkt ihre Nieren und deren Funktion unterstützt. Von der Firma „Heel“ gibt es einige Komplexmittel bzw. manuell zusammengestellte Therapieschemata, die bei der CNI sehr gut anschlagen, aber auch homöopathische Einzelmittel (wenn sie richtig gewählt werden) wirken sehr positiv auf den Gesamtorganismus. Die Therapien sind einfach durchzuführen und können zu Hause fortgesetzt werden, das belastet die Tiere nicht noch zusätzlich mit häufigen Tierarztbesuchen. Je früher die homöopathische Therapie begonnen wird, desto besser ist die Wirkung, jedoch selbst bei sehr weit fortgeschrittener CNI kann bei vielen Tieren noch eine Besserung erreicht werden.

Eine wichtige Rolle bei der CNI spielt auch die Ernährung. Sie sollten auf eine eiweißarme Ernährung achten, dafür gibt es fertige Diätfuttermittel speziell für Nierenerkrankungen (z.B. „Low Protein“ von Vetconcept) aber auch eine sehr genau abgestimmte, natürliche Ernährung wie B.A.R.F. wirkt sich sehr positiv aus.

Ein häufiges Symptom ist das vermehrte Trinken, aber in einigen Fällen ist den Katzen so übel, dass sie nicht einmal mehr trinken möchten. Wichtig ist deshalb die regelmäßige und ausreichende Wasseraufnahme des Tieres, sprechen Sie uns bitte an, wir händigen Ihnen ein zweiseitiges Informationsblatt aus, wie Sie Ihre Katze zum Trinken animieren können!

Sabine Dorn

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