Ausbildungsstelle zu(m) Tiermedizinische(n) Fachangestelle(n) in Braunschweig

Ausbildungsstelle zu(m) Tiermedizinische(n) Fachangestelle(n) in Braunschweig. Wir bilden auch dieses Jahr wieder aus!  Voraussetzung: Mindestalter  18 Jahre, Wohnort in /um Braunschweig,  Spass auf  Lernen in einem professionellen, empathischen Team. Wir bieten: Sorgfältige Einarbeitung in allen Bereichen einer modernen Kleintierpraxis, einen sehr gut organiserten Praxisablauf und vieles mehr.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen! Bitte per Post / Telefon oder persönlich bei uns – keine emails (Viren…)  DAS PRAXISTEAM

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Stellenangebot: Tiermedizinische(r) Fachangestelle(r) in Braunschweig

Stellenangebot: Tiermedizinische(r) Fachangestelle(r) in Braunschweig in Voll- od. Teilzeit. Wann: Ab sofort. Voraussetzung: Spaß an der Arbeit mit netten Leuten auf hohem tiermedizinischem Niveau und Liebe zum Tier. Der Rest ergibt sich von alleine. Wir bieten: einen sehr gut organiserten Praxisablauf , work-life-balance, übertarifliche Bezahlung  und vieles mehr.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen! Bitte per Post / Telefon oder persönlich bei uns – keine emails (Viren…)  DAS PRAXISTEAM

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KEINE ANGST VOR SILVESTER

KEINE ANGST VOR SILVESTER-
Information über Verhaltensweisen und medikamentelle Behandlungsmöglichkeiten

Auch Tiere, die ansonsten gefestigt sind und nicht als ängstlich oder unsicher bezeichnet werden, können an Silvester große Angst haben, da hier nicht nur die Geräusche sondern auch optische und geruchliche Reize (Licht, Qualm) hinzukommen, die beim Tier eine Reizüberflutung verursachen. Das Verhalten des Besitzers ist hier sehr wichtig. Jedes Beruhigen wird vom Tier als Lob  verstanden und verstärkt somit das Angstverhalten. In dieser Situation braucht das Tier einen souveränen und ruhigen Tierhalter, der sich ganz normal verhält. Natürlich sollte auch der Hund in normalem Maß beachtet und beschäftigt (körperlich und geistig) werden.

Wie erkennen Sie, ob Ihr Tier Angst hat?
Unruhe, Nervosität, Zittern, Aggression Verstecken, Bellen, Knurren, Jaulen
Hecheln, Speicheln / gesteigertes oder vermindertes Fressverhalten /unkontrollierter Urin- und/oder Kotabsatz, Erbrechen /exzessives Putzverhalten, Benagen, z.B. der Pfoten, erweiterte Pupillen / hängende Ohren und/oder Rute / Unsauberkeit, Harnmarkieren, Kratzmarkieren (Katze) / flache Ohrhaltung, erweiterte Pupillen

Wie kann ich meinem Tier noch helfen?
Lieblingsplätze sowie Flucht- und Rückzugsorte sollten jederzeit zugänglich und leicht erreichbar sein / Fenster und Türen schließen, Jalousien herunterlassen, Vorhänge zu ziehen / Katzenklappen schließen, damit die Katzen nicht unbemerkt nach draußen laufen
selbst Ruhe ausstrahlen und für das Tier „der Fels in der Brandung“ sein / Beschäftigung und Ablenkung (geistige und körperliche Auslastung, Kauartikel) / TV oder Radio anschalten / letzten Gassigang gegen 19Uhr erledigen (Hunde auf KEINEN FALL ohne Leine laufen lassen)

MEDIKAMENTÖSE MAßNAHMEN                                                                                      Zylkene für Hunde und Katzen
Zylkene ist ein Ergänzungsfuttermittel. Die Kapseln enthalten ein natürliches Milch-protein, welches nach der Aufnahme zu einer Entspannung führt, die Welpen auch nach dem Säugen empfinden.

Adaptil Tbl. für Hunde                                                                                                                      Die Tabletten basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen (GABA, L-Tryptophan, L-Theanin,
B-Vitamine), die Ihren Hund in stressreichen Situationen entspannen. Der Stress bzw.
die Angst wird schon bei der Entstehung im Gehirn reduziert. Die Tabletten können gut
mit den Pheromon-Präparaten kombiniert werden.

Feliway – für Katzen
Feliway gibt es als Spray und als Steckdosenzerstäuber. Es enthält katzeneigene
Pheromone,die bei Katzen für Wohlbefinden und Behaglichkeit sorgen. Der Stecker
wirkt 4 Wochen, wir empfehlen die Anwendung ab 2 Wochen vor Silvester.

Diazepam
Diazepam ist ein oral zu verabreichendes Benzodiazepin, welches für kurzandauernde
Angstzustände wirksam ist. Die Tiere reagieren sehr individuell und es können sogar
Erregungszustände auftreten.. Diazepam bekommen Sie in der Regel nur nach einem Gespräch und/oder einer Untersuchung bei Ihrem Tierarzt.

Sileo für Hunde – Gel gegen Geräuschangst und /oder- furcht
Enthält Dexmedetomidinhydrochlorid als Wirkstoff, welcher in der Tiermedizin über die Blutbahn zur Sedierung von Hunden und Katzen genutzt wird. Wenn man es jedoch oral verabreicht, dann wirkt es nicht sedierend, sondern sehr gut angstlösend. Sileo hat mit 15 – 60min einen schnellen Wirkungseintritt, die Wirkung hält ca. 3h an. Das Gel kann bis zu 5x tgl. angewendet werden, aber nicht länger als 3 Tage hintereinander! Nebenwirkungen : Blässe der Schleimhäute an der Anwendungsstelle, Müdigkeit, Erbrechen, Harn-inkontinenz selten: Angstzustände, Schwellung um die Augen, Benommenheit, weicher Kot

Und zum Schluss unser Rat : Info – Finger weg von dem Wirkstoff ACEPROMAZIN!
Ganz bewusst verzichten wir auf Medikamente, die den Hund oder die Katze nur sedieren. Die Tiere wirken nach außen ruhig, nehmen aber jeden Reiz wahr, können aber nicht angemessen auf den Reiz reagieren. Somit wird die Angst vor Geräuschen jedes Jahr verschlimmert.

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Chiropraktik

Wir freuen uns, unser Leistungsspektrum mit der Chiropraktik erweitern zu können!Unsere Mitarbeiterin Frau Dr. Katharina Hoppe hat sich zur Chiropraktorin (IAVC) zertifiziert.

Was ist Chiropraktik?

Die Chiropraktik ist eine ganzheitliche manuelle Behandlungsmethode zur Therapie von Bewegungsstörungen und deren Auswirkungen auf den Organismus. Sie beeinflusst besonders das Nervensystem. Fehlstellungen und Blockaden werden mit gezielten Handgriffen behoben.

Symptome: Veränderte oder verminderte Beweglichkeit der Wirbelsäule führt zu funktionellen Fehlstellung der Wirbel und somit zur Funktionseinschränkungen der im Bereich der Wirbelsäule austretenden Nerven. Folglich entstehen Schmerzen,  Verspannungen, Lahmheiten, Leistungseinschränkungen und sogar Fehlfunktionen der inneren Organe. Das Ziel einer chiropraktischen Behandlung ist es, die optimale Beweglichkeit und die Nervenfunktionen und somit den allgemeinen Gesundheitszustand und die Lebensqualität wieder herzustellen und zu erhalten.

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Neue Regelungen für Antibiotikaeinsatz in der Tiermedizin

Jeder Einsatz von Antibiotika – bei Mensch und Tier – trägt zur Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen bei. Diese wirken sich nachteilig auf die Behandlungsmöglichkeiten von Infektionserkrankungen mit den vorhandenen Antibiotika aus.

Die neuen Regelungen zum Einsatz von Antibiotika bei Tieren sollen dazu beitragen, die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen zu vermeiden und die Anzahl antibiotischer Behandlungen in der Tiermedizin auf das therapeutisch notwendige Maß zu minimieren. Der Bundesrat hat der Änderung der Verordnung in der Tierärztliche Hausapothekenverordnung (TÄHAV) zugestimmt. Sie tritt zum 01.03.2018 in Kraft.

Die Verordnung enthält unter anderem die folgenden Regelungen:

  • Verbot der Umwidmung für Antibiotika mit besonderer Bedeutung für die Humanmedizin („Reserveantibiotika“, z.B. das in der Tiermedizin verwendete Cefovecin oder Marbofloxacin bzw. Enrofloxacin).
    • Wirkstoffe, die für die Behandlung von Infektionskrankheiten des Menschen besondere Bedeutung haben, sollen bei Mensch und Tier nur zum Einsatz kommen, wenn andere Wirkstoffe nicht zu einer Heilung führen.
  • Antibiogrammpflicht: In bestimmten Fällen wird der Tierarzt verpflichtet, mit einem Antibiogramm die Empfindlichkeit des bakteriellen Erregers zu testen. Dieses ist v.a. dann Pflicht, wenn von den Vorgaben der Zulassungsbedingungen des Arzneimittels abgewichen oder eine Behandlung mit den sog. Reserveantibiotika erfolgt.
  • Verfahren: Klare Vorgaben zu Methoden der Probenentnahme und zur Isolierung von Bakterien.
  •  Informations- und Nachweispflichten des Tierarztes auch bei Tieren , die nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.

Die Verordnung nimmt Tierärzte in die Pflicht, Verstöße sind eine Ordnungswidrigkeit und mit Strafen bewehrt.

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Ein gesundes Herz für ein gesundes Leben

Die Diagnose und die Therapie von Herzerkrankungen bei Tieren (Kardiologie) entwickeln sich ständig weiter. Deshalb nehmen wir Tierärzte in Braunschweig regelmäßig an entsprechenden (und zertifizierten) Herz-Fortbildungen teil. So können wir Ihnen die Diagnostik, Behandlungsoptionen und die Verlaufskontrolle von Herzerkrankungen bei Hunden und  Katzen auf dem aktuellen Stand in der Tiermedizin anbieten. In unserer Praxis führen wir qualifiziertes Herzultraschall für Tiere in Braunschweig (Echokardiographie mit Doppler-Untersuchung), EKG und Blutdruckmessungen durch.

Bei den Herzerkrankungen gibt es sowohl angeborene Herzfehler als auch diejenigen, die erst im Laufe des Hunde- oder Katzenlebens auftreten/erworben werden.

Ein erhöhtes Risiko angeborener Herzerkrankungen besteht u.a. bei folgenden Rassen :

– Dobermann, Boxer, Irischer Wolfshund, Cavalier King Charles Spaniel,  Neufundländer

– Main Coon, Ragdoll, Birma, Devon Rex

aber auch andere Rassen oder Mischlinge können davon betroffen sein.

Die sogenannten erworbenen Herzerkrankungen unter denen die AV-Klappenendokardiose die Häufigste ist, treten vor allem bei kleinen Terriern, deren Mischlingen, Chihuahua und Dackeln ab dem 8ten Lebensjahr auf.

Bei vielen Herzerkrankungen lässt sich mit der richtigen Therapie eine erhöhte Lebensqualität und z.T. auch Lebenserwartung im Vergleich zu unbehandelten Tieren erreichen, also zögern Sie nicht uns bei Auffälligkeiten darauf anzusprechen. Die Echokardiographische Untersuchung ist völlig schmerzfrei und ohne Risiken für Ihr Tier.

Mögliche Symptome einer Herzerkrankung:

– schnelle Atmung, Kurzatmigkeit, Husten, bläuliche Verfärbung der Zunge/Maulschleimhaut bei Aufregung, Ohnmachtsanfälle

– plötzlicher Leistungsabfall, schnelle Ermüdung mit langer Erholungszeit

– bei Welpen: verzögertes Wachstum und Entwicklung, mager, „Spiel- und Bewegungsunlust“

– pralles Abdomen nach schneller Umfangsvermehrung (Wasserbauch)

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Kastration bei Kater und Katze

Eine Kastration ist ein Routineeingriff, der nicht nur unerwünschten Nachwuchs verhindert, sondern gleichzeitig das Zusammenleben von Katze und Mensch bzw. mehreren Katzen untereinander wesentlich erleichtert.
Eine Kastration birgt viele Vorteile. Die Rolligkeit der Katze ist vorbei und man wird nicht mehr nächtelang von ihrem Gemauntze wachgehalten, der Kater führt in der Regel weniger oft Revierkämpfe und kommt nicht ständig mit Bissverletzungen nach Hause. Ob Männchen oder Weibchen, beide wenden sich mehr ihrem Halter zu und werden häuslicher. Kater hören in der Regel auf, ihr Revier zu markieren, und entfernen sich nicht mehr so weit von ihrem Zuhause. So sind sie weniger Gefahren, wie beispielsweise Kämpfen, Autounfällen und Ansteckung von gefährlichen Viren (z.B. Katzenleukose, Katzenaids, Katzenschnupfen und –seuche), ausgesetzt. Folglich haben kastrierte Kater/Katzen auch eine höhere Lebenserwartung.
Wann ist es Zeit für eine Kastration?
Der beste Zeitpunkt für die Kastration ist noch vor der Geschlechtsreife, also ab ca. 6 – 7 Monaten. Die Geschlechtsreife tritt bei jedem Tier individuell ein, manche Rassekatzen werden auch etwas später geschlechtsreif. Es gibt aber auch Rassen, die besonders frühreif sind und schon mit vier bis sechs Monaten für Nachwuchs sorgen können. Die sogenannte Frühkastration mit wenigen Wochen ist umstritten. Es wird berichtet, zu früh kastrierte Männchen sollen von nicht kastrierten oder spätkastrierten Katern gemobbt werden. Sie sollen häufig Probleme haben, sich durchzusetzen und werden oft aus ihren Gebieten vertrieben. Außerdem spielen die Geschlechtshormone schon vor der Geschlechtsreife eine wichtige Rolle in der psychischen und physischen Entwicklung der Kätzchen.
 
Ablauf einer Kastration
 
Vereinbaren Sie einen Termin in der Praxis, damit ihre Katze oder ihr Kater vor der anstehenden Narkose gründlich untersucht werden kann. Es wird eine allgemeine Untersuchung durchgeführt, um sicherzugehen, dass das Herz-Kreislauf-System intakt ist, die Katze sich im Wachstum gut entwickelt und dass beim Kater beide Hoden im Hodensack liegen. Risiken und Vor- und Nachteile werden besprochen, Sie erhalten einen Aufklärungsbogen mit allen wichtigen Informationen.
Am Tag der Operation bringen Sie ihr Tier morgens nüchtern in unsere Praxis. Bereits gegen Mittag können die meisten Katzen schon wieder nach Hause.
 
Nach der Kastration
 
Lassen Sie sich zwecks Fütterung beraten. Sind alle Wunden gut verheilt (nach ca. 10 Tagen) steht dem Freigang nichts mehr im Wege. Lassen Sie Ihrer Katze Zeit, die Umgebung zu erkunden, trainieren Sie vorher einen Lockruf und richten Sie auch draußen einen Rückzugsort ein, falls mal niemand die Tür öffnen kann.
 
Dick durch Kastration?
Sowohl bei Katzen als auch Katern muss man nach der Kastration aufs Körpergewicht achten. Das liegt aber nicht an der Kastration selbst, sondern daran, dass sie nach der OP nicht mehr ganz so aktiv sind wie vorher. Der kastrierte Kater ist nicht mehr den ganzen Tag mit der Verteidigung der Reviergrenzen und die Katze nicht mehr mit der Suche nach Fortpflanzungspartnern beschäftigt. Sie verbrauchen also weniger Kalorien und würden in den meisten Fällen bei gleichbleibender Fütterung zunehmen. Oft wird der Hunger auch etwas zunehmen und plötzlich entdecken sie das Fressen als eine Art Zeitvertreib. Dem kann man aber vorbeugen, wenn man sich an folgende Regeln hält:
• Die Katze sollte jeden Tag eine abgemessene Futtermenge erhalten. Diese wird in mehrere kleine Portionen aufgeteilt, die dann über den Tag verteilt gegeben werden. Das Futter kann ruhig mit Spiel, Spaß und Jagd erarbeitet werden und nicht einfach nur stumpf im Napf liegen.
• Hin und wieder sind auch Leckerlis erlaubt, diese werden aber von der Tagesration abgezogen und auch durch Bewegung erarbeitet.
• Ablenkung durch Bewegung heißt die Devise. Durch das Spielen verbrennt der Stubentiger richtig viel Kalorien, und das Beste daran: Die Beziehung zwischen Mensch und Katze wird dadurch auch intensiver.
Kastration statt Sterilisation?
Bei einer Sterilisation werden lediglich Ei- bzw. Samenleiter durchtrennt. Bei Katern wären die Hoden aber immer noch voll intakt. Das bedeutet, dass die Männchen zwar keinen Nachwuchs mehr zeugen könnten, aber immer noch aktiv wären, also auch weiterhin markieren, ihr Revier verteidigen und auf Weibchensuche gehen würden. Ebenso verhält es sich bei den Katzen, die weiterhin rollig werden würden.
Der Stress für Tier und Halter wäre also weiterhin gegeben, nur die Fortpflanzung wird unterbunden.
 
Bei einer Kastration hingegen werden Hoden und Eierstöcke komplett entfernt und somit ein Einfluss der Sexualhormone verhindert. Die Tiere verhalten sich dann in der Regel geschlechtsneutral.
 
Eine Sterilisation wird von uns nicht empfohlen und auch nicht durchgeführt.
 
Kennzeichnung
Während der Narkose bietet es sich an, die Katze oder den Kater direkt mit einem Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Früher wurde Katzen/Kater im Ohr tätowiert, dieses Verfahren ist aber eher veraltet und leider verblasst die Farbe sehr schnell und ist nicht mehr zu lesen.
 
Der Mikrochip bleibt dauerhaft unter der Haut, auf ihm ist eine 15-stellige Nummer vermerkt. Diese Nummer muss unbedingt bei einem zentralen Register angemeldet werden, sonst kann bei Verlust des Tieres kein Besitzer ausfindig gemacht werden.
 
In Braunschweig herrscht für Katzenbesitzer deren Katzen Freigang haben eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht!
 
 

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Scheinschwangerschaft und Kastration beim Kaninchen

Bei Kaninchen gibt es keine zyklische Empfänglichkeit wie z.B. bei Katzen, Hunden oder Menschen. Allein durch den Deckakt (Aufreiten) des Kaninchenbockes (egal, ob kastriert oder unkastriert) werden beim Kaninchenweibchen Eizellen in den Follikeln ausgebildet und freigesetzt. Ist der Bock intakt, findet eine Befruchtung satt und es kommt zur Trächtigkeit des Weibchens. Ist der Bock kastriert, kommt es natürlich nicht zur Befruchtung, allerdings können sich trotzdem Gelbkörper bilden, die das Trächtigkeitshormon Progesteron bilden, so kommt es zu einer Scheinträchtigkeit.
Anzeichen
Schon im frühen Stadium verhalten sich die meisten Kaninchen aggressiver als sonst. Sie greifen teilweise sogar ihren Partner oder die Hand des Menschen an. Es kann vorkommen, dass langjährige Kaninchenfreundschaften dann nicht mehr funktionieren, die anderen Tiere von Futter- und Schlafplätzen vertrieben und ständig angeknurrt werden.
Diese Tiere sollten niemals zusammen in den standardmäßigen 1,20m Käfigen aus dem Handel eingesperrt sein (kein Kaninchen sollte dort drin leben müssen!), diese Käfige sind viel zu klein, die Tiere können sich nicht aus dem Weg gehen. Manche Weibchen sind unruhig, fressen weniger, nehmen dadurch etwas ab und die Zitzen schwellen etwas an.
Es kann außerdem zu häufigerem Rammeln und Ausfluss kommen.
Zum Ende der Scheinträchtigkeit erkennt man auch bei sich normal verhaltenen Weibchen die Scheinträchtigkeit anhand des Nestbaus. Sie sind den ganzen Tag mit dem Sammeln von Nistmaterial beschäftigt. Zum Ende der Scheinträchtigkeit beginnen Sie, sich Bauchfell auszurupfen um das Nest weich zu polstern. Bitte räumen Sie das Nest nie weg, auch wenn Sie sicher sind, dass das Tier nicht wirklich trächtig ist. Das Entfernen des Nestes führt zu großem Stress beim Weibchen und es würde sofort anfangen, ein neues zu bauen. Räumen Sie das Nest erst weg, wenn es nicht mehr beachtet wird.
Es gibt auch sehr harmlos verlaufende Scheinträchtigkeiten, bei denen das Weibchen nur etwas zickig ist, vielleicht mal ein bisschen Heu sammelt, aber  kein Nest baut und sich alles nach kurzer Zeit wieder normalisiert.
Eine normale Scheinträchtigkeit dauert ca. 14-18 Tage, danach sind die Gelbkörper wieder abgebaut.
Sollten Scheinträchtigkeiten häufiger im Jahr auftreten und zu starken Verhaltensveränderungen führen, wird es Zeit, das betroffene Tier beim Tierarzt vorzustellen, denn für das Weibchen und ihre/n Partner sind diese Zeiten sehr stressig. Die Gefahr von Folgeerkrankungen, wie z.B. Gebärmuttervereiterungen, Gebärmutterkrebs und Entzündungen der Eileiter steigt.

Diagnose
Durch Abtasten, ein Röntgenbild oder eine Ultraschalluntersuchung kann die Diagnose gestellt und der weitere Behandlungsplan in Absprache mit dem Tierarzt festgelegt werden.
Sind die Tiere unabhängig von der Scheinträchtigkeit gesund, ist hier in den meisten Fällen eine Kastration angeraten, sie ist die einzige dauerhafte Lösung für dieses Problem. Der Eingriff ist kein leichter und birgt natürlich wie immer ein Risiko, allerdings geht es den Weibchen danach deutlich besser, sie sind ruhiger, gelassener und das Zusammenleben mit den Partnern wird wieder harmonischer.
Die Inhalationsnarkose ist eine sehr gut verträgliche Narkose für Kaninchen, allerdings sollte man Tieren, die keinerlei Probleme mit Scheinträchtigkeiten und den begleitenden Auffälligkeiten haben, dieses OP- und Narkoserisiko trotzdem nicht zumuten.
Vor der OP
Ein Kaninchen darf für eine anstehende OP niemals nüchtern gelassen werden . Vor der eigentlichen OP wird eine Voruntersuchung durchgeführt, das Kaninchen wird allgemein untersucht. Das Narkose- und OP-Risiko wird umfangreich besprochen und die Inhalationsnarkose wird genauestens erklärt.
Nach der OP
Ein gewissenhafte und engmaschige Nachsorge ist lebenswichtig. Man muss unbedingt darauf achten, dass der Kreislauf nach der OP wieder richtig in Schwung kommt. Die Tiere wachen hier unter eine Wärmelampe auf, die Körpertemperatur und die Futteraufnahme werden regelmäßig kontrolliert.
Als postoperative Medikation bekommt Ihr Kaninchen Schmerzmittel und Antibiotikum für die nächsten Tage zur oralen Verabreichung, achten Sie auf eine ungestörte Verdauung. Die Wundheilung kann gern mit Homöopathika wie Traumeel oder Arnica (keine Tropfen!) gefördert werden.
Entfernen Sie Zuhause für die ersten Tage alles an Einstreu oder Pellets, was in die Wunde pieken oder sich dort festkleben kann, legen Sie den Käfig mit Handtüchern, Zellstoff oder Zeitung aus. Achten Sie allerdings darauf, dass Ihr Tier diese Unterlagen nicht frisst, dies kann zu schlimmen Darmproblemen führen.
Bieten Sie das Lieblingsfutter an, um das operierte Tier zum Fressen zu animieren.
Wenn das operierte Kaninchen eine harmonische Beziehung zum Partnertier hat, dann kann es am nächsten Tag schon wieder mit diesem zusammen sitzen. Wird sich allerdings oft gejagt oder ist aufgrund der Scheinschwangerschaft die Beziehung beschädigt, sollten die Tiere erst nach 10 Tagen vorsichtig wieder zusammengeführt werden. Sichtkontakt sollte aber dauerhaft möglich sein.
Sabine Dorn

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Legenot beim Wellensittich

Die Legenot bezeichnet eine Erkrankung, die bei weiblichen Wellensittichen (aber auch bei anderen Sittichen und auch bei Reptilien) vorkommt und bei der die betroffenen Tiere Schwierigkeiten mit der Eiablage haben. Das Weibchen möchte das Ei ablegen, es gelingt aber nicht, da das Ei im Legedarm oder in der Kloake steckengeblieben ist. Eine unbehandelte Legenot kann zum Tode führen.

Eine Legenot kann verschiedene Ursachen haben. Oft sind junge Weibchen bei der ersten Eiablage betroffen, die Tiere sind unerfahren und die Eier oft zu groß und so bleiben sie stecken. Eine zu weiche Schale, ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel (z.B. von Kalzium) und eine längerfristige Mangelernährung können auch Ursachen für eine Legenot sein. Auch sogenannte Schichteier (hierbei handelt es sich um angesammelte und geschichtete Entzündungssekrete und Schalenreste) können der Grund für eine Legenot sein.

Weitere Ursachen:

Verletzungen oder Infektionen des Legedarms
Stress
Übergewicht
zu hohes Alter
andere innere Erkrankungen
kein geeigneter Platz zur Eiablage

Die betroffenen Vögel sind sehr aufgeregt, nervös, ruhelos und versuchen immer wieder, das Ei mit starkem Pressen abzulegen. Oft werden dabei laute und verzweifelte Rufe abgegeben und es gehen große, dünne Kotballen ab, die ggf. auch mit Blut vermischt sind. Sie wechseln oft den Sitzplatz und spreizen zur Entlastung die Beine etwas auseinander.

Nach längerer Zeit ohne Behandlung sind die Weibchen vom Pressen völlig entkräftet und sitzen oft nur noch auf dem Boden. Sie sind zu schwach, um auf die Stangen zu klettern oder zu fliegen.
Ein erfahrener Tierhalter kann ggf. eine Legenot ertasten.

Weitere Symptome:

geschwollener Bauch
Lähmungserscheinungen
kalte Füße
Nestbauverhalten

Eine Behandlung mit Wärme und die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit können sich positiv auf die Eiablage auswirken. Die Kloake sollte feucht gehalten werden, um das Rutschen des Eis zu fördern.
Nach Absprache mit einem Tierarzt können Sie auch mit einem speziellen Öl arbeiten.
Von einer Bauchmassage ist abzuraten, da die oft weichen Eier schnell zerbrechen können.

Länger als 2 Stunden sollte der Tierhalter nicht versuchen, die Legenot selbst zu kurieren. Tritt nach dieser Zeit keine Besserung auf, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich, eine Legenot kann schnell zu einem Notfall werden.

Für die Diagnose tastet der Tierarzt den Bauch ab und fertigt ggf. ein Röntgenbild an, um zu sehen, wo genau sich das Ei befindet. Für die Behandlung ist es zunächst wichtig, den Vogel je nach Zustand zu stabilisieren, z.B. mit etwas Infusionslösung, die Nährstoffe und Elektrolyte enthält.

Nach Zugabe von speziellem Öl oder Gleitmittel kann der Tierarzt vorsichtig versuchen, dass Ei heraus zu massieren. Hierfür ist evtl. eine Kurznarkose mit Inhalationsgas notwendig, um weiteren Stress für den Vogel zu vermeiden. Nützen alle Versuche nichts, ist eine Operation in Narkose notwendig.

Die Prognose bei einer Legenot ist abhängig vom Allgemeinzustand und von den evtl. auftretenden Komplikationen bei der Behandlung.

Um einer Legenot so gut wie möglich vorzubeugen, sollte auf eine ausgewogene Ernährung und einen ausgewogenen Kalzium-Haushalt geachtet werden. Kalzium ist wichtig für die Bildung der Eischale. Zu wenig, aber auch zu viel Kalzium kann zu Problemen bei der Eibildung führen.

Wir beraten Sie in der Praxis gern zur Vorbeugung und Behandlung einer Legenot.

Sabine Dorn

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Ansteckender Hautpilz bei der Katze

Als gößtes Organ bietet die Haut der Katze Schutz vor äußeren Einflüssen, ist aber auch anfällig für Krankheiten wie Hautpilze.

Aufgrund gehäufter Fälle möchten wir heute über den ansteckenden Hautpilz bei Katzen berichten.

Hautpilze bei Katzen unterscheidet man grob in Dermatophytosen (Derma = Haut, Phyton = Pflanze) und Dermatomykosen. Dermatophytosen befallen die Krallen und das Fell der Katzen, die häufigsten Erreger sind hier Microsporum canis (bei Katzen in bis zu 98%, bei Hunden bis zu 70% der Fälle) und Trichophyton spp.. Dermatomykosen betreffen in der Regel nur die äußere Haut und werden meist vom Erreger Malassezia ausgelöst. Dermatophytosen als auch -mykosen sind auf den Menschen übertragbar.

In Tierheimen, Pensionen und bei Züchtern treten häufiger Hautpilze auf, da dort viele Tiere zusammen leben und der Infektionsdruck hoch ist. Ein geschwächtes Immunsystem, z.B. bei trächtigen oder säugenden Kätzinnen oder durch andere Erkrankungen, sowie dauerhafter Stress können eine Hautpilzinfektion begünstigen. Oft erkranken eher jüngere Katzen, aber auch ältere bzw. chronisch kranke Tiere (FeLV/FIV).

Die Syptome für eine Hautpilzinfektion können sehr unterschiedlich sein. Von schuppigem Fell über Juckreiz bis hin zu Haarausfall und starken Hautentzündungen kann alles vertreten sein. Prinzipiell können sich Hautpilze überall am Körper ansiedeln, typische Stellen sind aber oft der Kopf, die Gliedmaßen, Rücken und Schwanz. Auch typisch für eine Hautpilzerkrankung sind runde, kahle, schuppige Haustellen mit einem entzündeten Randbereich, der stark juckt. Durch das Kratzen entstehen kleine Verletzungen und es setzen sich Bakterien in die Wunden und feuern den Entzündungsherd weiter an.

Bevor ein Hautpilz mit entsprechenden Medikamenten behandelt wird, sollte eine eindeutige Diagnose gestellt werden. Die einfachste und sicherste Variante ist eine PCR-Untersuchung. Hierbei wird in einer Fellprobe im Labor die DNA des Erregers vervielfältigt und nachgewiesen.

Beim ansteckendem Hautpilz handelt es sich um eine Zoonose, dass heißt, die Übertragung auf den Menschen ist möglich und kommt leider gar nicht so selten vor!

Ist die Diagnose bestätigt, ist eine konsequente und häufig sehr langwierige Behandlung erforderlich. Diese verfolgt zwei Ziele: sie soll zum einen die Krankheitsdauer verkürzen und zum anderen die Ausbreitung in der Umgebung und die Übertragung auf andere Tiere oder den Menschen verhindern.

Die Tiere sollten mit Antimykotika oral als auch äußerlich behandelt werden. Wir empfehlen das Kurzscheren des Fells in Sedation, damit alle Hautstellen gut durch eine Badebehandlung (alle 3 Tage) erreicht werden können. Tragen Sie bei der Behandlung bitte immer Handschuhe. Das Immunsystem der Katze sollte unbedingt unterstützt werden, hier bietet sich die Pflanzenheilkunde oder die Tierhomöopathie an.

Seit einigen Jahren gibt es einen Impfstoff gegen Hautpilz, der die Heilung der Infektion unter Umständen beschleunigt und anfällige Katzen vor einer neuen Infektion schützen kann.

Alle waschbaren Decken, Kissen, etc. sollten mit einem fungiziden (pilzabtötenden) Waschmittel (z.B. FONGEX) gewaschen werden. Abwischbare Gegenstände und der Boden sollten während der Behandlung auch regelmäßig mit einem fungiziden Mittel abgewischt werden.

 

Sabine Dorn

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